Ansatz und Methode
Der interdisziplinäre Ansatz des Projektes (Kriminologie / Viktimologie, Städtebau, Soziologie und polizeiliche Arbeit) erfordert einen Methodenmix aus der empirischen Sozialforschung. Nach einer analytischen
Darstellung der projektbezogenen Ansätze zur Kriminalprävention im Städtebau mit der Fragestellung, wie Präventionsmaßnahmen und Strategien im jeweiligen lokalen Kontext eingebunden werden können,
folgen vier explorative Studien, die unter dem Fokus „Sicherheit und Wohnen im urbanen Kontext“ stehen. Alle Projektpartner benennen das für ihr Land repräsentative Referenzgebiet und führen die Studien
vor Ort durch. Aus den bewährten Praktiken der Projektländer, wie sich die Kriminalitätsentwicklung durch städtebauliche Maßnahmen positiv beeinflussen lässt, soll ein horizontales Instrument entstehen, dass sich
auf möglichst viele Anwendungsfälle übertragen lässt.Durch quantitative und qualitative Befragungen in den jeweiligen Untersuchungsgebieten mittels teilstandardisierten Fragebögen und Interviews wird sowohl die ansässige Bevölkerung als auch ExpertInnen vor Ort befragt. Die Erkenntnisse werden im LKA Niedersachsen gebündelt und fließen in die gemeinsamen Zielformulierungen mit ein.
Der Projektstrukturplan ist in fünf Arbeitsphasen mit Teilaufgaben aufgeteilt.
Phase 1: Definieren der ausgewählten Wohnquartiere
Es werden individuelle Parameter als zentrale Aspekte spezifischer städtischer Identität mit ihrem Handlungsbedarf herausgearbeitet.
Phase 2: Quantitative Erhebung
Entwicklung, Versenden und Auswerten eines einheitlichen Fragebogens. Bewohner und Bewohnerinnen der Projektstandorte werden nach ihren Wahrnehmungen im Verhältnis zu sicherheitsrelevanten Maßnahmen im Städtebau befragt.
Phase 3: Qualitative Erhebung durch strukturierte Interviews
Professionell beteiligte Institutionen und Personen werden in einem strukturierten Interview über Möglichkeiten der Einbeziehung kriminalpräventiver Maßnahmen im Städtebau befragt.
Phase 4: Analyse lokaler Präventionsstrategien
Markierung von Methoden, wie die Aspekte des präventiven Ansatzes in die Stadtplanung eingebunden werden können.
Phase 5: Erstellen von Handlungsempfehlungen
Aufarbeitung der lokalen Erfahrungen unter den Aspekten der Übertragbarkeit auf alle EU-Länder.

Hintergrund